FLÜEKAPELLE

 


Die Flüekapelle ist für uns Einheimische ein beliebtes Heiligtum. Dieser religiöse Zufluchtsort ist der „Maria Sieben Schmerzen“ geweiht, dargestellt in einer lebensgrossen Pietà. Die Glasfenster an der Ostfront zeigen die Hirtin mit Kind (links) und die Frau, die von zwei Engeln „in den Himmel“ getragen wird (rechts). Das Mittelfenster weist auf die Eucharistie hin. An der Westwand laden die 14 Tafeln zur Betrachtung des Kreuzweges ein.


Die Verehrung der „Maria Sieben Schmerzen“ hier auf Flüe geht zurück bis ins 18. Jahrhundert. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die sonst offene Grotte durch die bestehende Mauer geschlossen und im Innern entstand durch eine Runddecke eine Kapelle, in der niemand vermutet, sich in einer Felsenhöhle aufzuhalten.

 

Die Legende will wissen, dass auf 2067 m.ü.M. in der Grotte eine Darstellung der schmerzhaften Mutter Gottes gefunden wurde. Die Leute wollten der Statue im Stafel der Flüealp einen Bildstock errichten.  Wie man die Statue zur Alp transportierte, befand sich diese jeweils am folgenden Morgen wieder am ursprünglichen Fundort in der Felsengrotte. So wurde entschieden, der Maria den Ort zuzuweisen, den sie sich selbst auserwählt hat.

 

Seither fanden und finden unzählige „Pilger“ hier in der Stille und in der Umgebung einer noch intakten Bergwelt Trost in ihren Anliegen oder dankten und danken für erfahrene Güte, indem sie ein Licht anzündeten.

 

Einige Meter unterhalb der Kapelle entspringt eine Quelle - nennen wir sie ruhig Marienquelle - deren Wassern heilende Kräfte zugeschrieben werden. Wer nach Flüe pilgert, holt sich aus dieser Quelle Wasser, um es mit den Daheimgebliebenen ehrfürchtig zu trinken.